Freitag, 17. April 2015

Vergleichender Rückblick und was jetzt

Nun sind wir schon drei Wochen wieder in Deutschland, der Kalender füllt sich und das vertraute Leben macht sich breit. Doch was ist jetzt, nach einem halben Jahr Auszeit, in denen wir 19.000 km durch Neuseeland gereist sind und jeweils zweieinhalb Monate an festen Standorten lebten, anders? Was haben wir vom anderen Ende der Welt mitgenommen, was zurückgelassen? Wie fühlt sich Deutschland jetzt für uns an?


Unseren Mitmenschen freundlicher begegnen
Nicht, dass wir vorher wirklich unfreundlich waren, doch nun haben wir für jeden, der uns begegnet ein Lächeln übrig und einen Gruß auf den Lippen. Ganz so, wie wir es von den Kiwis gelernt haben. Und was passiert dadurch? Unsere Gegenüber begegnen uns ebenfalls freundlicher. Hoffentlich können wir uns dieses Verhalten lange bewahren.

Gelassener über Dinge hinwegschauen
Der erste Sonntag zuhause, das Wetter ist schön und wir beseitigen im Garten die gröbsten Sturmschäden. Im Naturschutzgebiet hinter unserem Garten hat sich eine Gruppe Jugendlicher versammelt um mindestens eine Stunde lang laute Bummbumm-Musik zu hören. Wahrscheinlich wäre ich vor unserer Auszeit hingegangen und hätte sie gebeten die Musik leiser zu drehen. Jetzt denke ich, wie schön, dass sie ihren Spaß haben und erinnere mich an die lauten Kreissägen und ähnlich krachmachenden Geräte, die in Neuseeland auf jeden Fall am Sonntag angeschmissen wurden. Dagegen ist wummernde Musik geradezu entspannend.

Bilder und Erlebnisse verankert
Unser tolles Haus in Waikanae Beach, der Besuch der Glühwürmchen in den Waitomo-Caves, die Ankunft und Zeit mit meinen Eltern, die 2000 Jahre alten Kauri-Bäume, das Bewandern des Geothermalgebiets mit all seinen Farben und Gerüchen, der Ausflug an die Palliser Bay, die 7 Wochen mit unserer Nichte Anna, das Tongariro Crossing (9-stündige Vulkanwanderung), unser Auto und der platte Reifen, das Schwimmen mit den Delfinen, die Gelbaugenpinguine, Seelöwen und toten Wale, die 30 km Düne Farewell-Spit, das Schwimmen in Kaiteriteri, der Besuch von Claudia, Rani, Louie und Thea, das Wildfoods-Festival in Hokitika, die ehrenamtliche Tätigkeit und natürlich die vielen liebenswerten Menschen, die wir kennengelernt haben - all das und noch viel mehr bleibt für immer fest in unseren Herzen verankert. Diese Erlebnisse und Bilder kann uns keiner mehr nehmen. Sie werden uns in Momenten der Schwäche eine starke Stütze sein.

Vertrauen schenken
Ich kenne kein anderes Land in der Welt, in dem das Vertrauen in andere Menschen so groß bzw. das Misstrauen so gering ist. Hier ein paar Beispiele dafür: Haustüren werden entweder gar nicht abgeschlossen oder haben ein einfaches Zimmertürschloß. Wir waren in unserer zweiten Unterkunft in der Nähe von Nelson nur durch eine Schiebetür von unseren Vermietern getrennt. Jederzeit - auch wenn sie nicht zuhause waren - durften wir ihren sehr offenen Wohnungsteil betreten. Viele Touristen erzählten uns, dass ihnen von Kiwis angeboten wurde ihr Haus zu nutzen, wenn sie im Urlaub seien. Der Schlüssel läge unter der Hausmatte und wenn sie Fragen hätten, sollten sie sich an die Nachbarn wenden. Es gibt unzählige kleine Stände am Straßenrand an denen frisches Gemüse, Obst und Eingemachtes verkauft wird. Das Geld dafür wirft man in eine kleine Kasse. Auch wir versuchen uns im Vertrauen schenken in Menschen, nur die Haustür verschließen wir weiterhin;-)

Gebräunte Haut, gestärktes Immunsystem und frischer Geist
Die meist grauen Winter in Deutschland haben wir gegen einen sonnigen Sommer eingetauscht. Und dank der außergewöhnlich guten Sommertage in Neuseeland bringen wir eine schön gebräunte Haut und ein rundum fittes Immunsystem mit. Zunächst dachte ich, dass mir das Arbeiten und Sitzen am Computer nach so langer Auszeit schwerfallen würde. Das Gegenteil ist der Fall. Mit erholtem Geist bringe ich frische Ideen ein und kann mich besser auf das Hier und Jetzt konzentrieren. Dabei bewahre ich mir, mich jeden Tag an der frischen Luft zu bewegen. Mal schauen, wie lange das anhält;-)

Den Wert von Lebensmitteln schätzen
Wisst Ihr eigentlich wie günstig Lebensmittel in Deutschland sind? Bei unserem ersten Einkauf um den Kühlschrank zu füllen, fiel uns das erste Mal auf, dass die Lebensmittel in deutschen Supermärkten nicht ihrem Wert entsprechend verkauft werden. Wie kann es beispielsweise sein, dass ein Kilo Garnelen aus dem weit entfernten Atlantik hier günstiger ist, als in Neuseeland, wo sie direkt aus dem Meer gefischt werden? Milch, Butter, Lamm und Rind gibt es am anderen Ende der Welt im Überfluss und dennoch werden sie nicht zu Schleuderpreisen auf dem heimischen Markt verkauft. Allerdings ist dort die Qualität der Waren auch weitaus besser. Das höhere Lebensmittelpreise Arbeitsplätze vernichten - so wie es hier häufig propagiert wird - hat sich in Neuseeland nicht bewahrheitet. Seit 2002 haben sich die Preise fast verdoppelt, ohne Auswirkung auf die Beschäftigtenzahlen. 


Autoverkehr und öffentliche Toiletten
Das entspannte Autofahren bei einer Maximalgeschwindigkeit von 100 km/h ohne Drängler und Staus sowie die schön gestalteten öffentlichen Toiletten, dort wo man sie auf jeden Fall benötigt, vermissen wir jetzt schon. Schade, dass die meisten Deutschen so ein beschissenes Verhältnis zu Toiletten haben, die sie nicht selber saubermachen müssen.



Keine Verbote, sondern in die Verantwortung nehmen
"Betreten des Rasens verboten", "keinen Müll hinterlassen", "Hunde nur an der Leine führen", Verbotsschilder gibt es in unserem Land genug. Nicht so in Neuseeland. Dort setzt man auf Verantwortung, wie z.B. die Aufschrift auf öffentlichen Mülleimern "We love our nature" oder "100 km/h is not the aim" (100 km/h sind nicht das Ziel). In allen Kirchen gibt es eine Kinderspielecke und jeder Hundebesitzer hat völlig selbstverständlich Tüten in der Tasche mit denen er den Kot seiner Hunde überall - auch im Wald - entfernt. Solch ein Umdenken würde ich mir für Deutsche wünschen. Zumindest werde ich für mich darüber nachdenken, wo ich dieses Prinzip anwenden kann.

Wie kann ich anderen einen Dienst erbringen und damit eine Freude machen?
Unzählige Male haben wir diese Einstellung in Neuseeland erlebt. Sei es bei einem Touranbieter, der mich abends um 19 Uhr noch anrief um mir zu sagen, dass ich meine Jacke im Bus vergessen habe. Sei es der freundliche Kommunalmitarbeiter, der statt eines Geldbetrags für einen Fahrrad-Guide sagte: "It's a beautiful day". Seien es unsere Vermieter, die alles dafür getan haben, dass wir uns bei ihnen wohlfühlen. Sei es eine Gebühr für eine Bootstour, die uns ohne Aufforderung zurückgezahlt wurde, da mein Vater kurz vorher aus gesundheitlichen Gründen absagen musste. Häufig verzichteten die Kiwis dabei auf den eigenen Profit, nur damit wir uns wirklich wohlfühlten. Das werden wir hier vermissen. Und sollte uns hier diese Einstellung begegnen, werden wir sie lobend erwähnen und weiterempfehlen.

Was wir zurückgelassen haben?
Unseren geliebten Toyota Estima, zwei paar Schuhe, einen Bademantel, eine Steckdosenleiste, die Idee "was andere wohl dazu sagen", Vorurteile über schräge Vögel, neue Freunde und den Winter, der nun ins Land zieht und Kälte und Regen mit sich bringt.

Und was jetzt?
Acht Jahre Planungszeit und das halbe Jahr sind vorüber. Worauf können wir nun hinarbeiten? Das ist die Frage, mit der wir uns im Moment beschäftigen.Welches unserer "Big Five for Live" will noch erfüllt werden? Eine Antwort können wir noch nicht liefern, doch der Weg dorthin ist auch schon zielfüllend.

Dienstag, 31. März 2015

Die letzten Stationen einer unvergesslichen Zeit


Am Sonntag, den 22. März ist es soweit, nach 176 Tagen und einem außergewöhnlichen neuseeländischen Sommer treten wir die Rückreise nach Auckland an. Tränenreich verabschieden wir uns von unserer herrlichen Unterkunft in der Ruby Bay und unseren lieben Vermietern, Gay und Derek. Die Fahrt führt uns zunächst nach Picton, von wo wir um 13:15 Uhr die Fähre nach Wellington nehmen. Der Cyclon Pam, der die Südseeinsel Vanuatu ein paar Tage zuvor komplett verwüstete und die Ostküste der neuseeländischen Nordinsel nur streifte, hat sich mittlerweile verzogen und so verspricht die Überfahrt ruhig zu werden. Das Wetter in der Cook Strait ist allerdings herbstlich. Die Wolken hängen tief und es regnet.

Auch in Wellington ist es bewölkt. Die Vermieter unseres Hauses in Waikanae Beach, Jeannie und Rocky, die in Wellington wohnen, haben uns an diesem Abend zum Essen und zur Übernachtung in ihrem Haus eingeladen. Zu unserer Überraschung haben sie neben uns auch Andrew und Susa, die wir über Jeannie und Rocky kennengelernt hatten, hinzugebeten. Und so ist die Wiedersehensfreude groß. Zudem ist auch ihr Sohn aus England mitsamt seines Freundes und Ziehsohns der Familie aus Australien zu Gast. Es wird ein mit allerlei Themen und Wein angereicherter Abend, der ausnahmsweise mal nicht um 22 Uhr, sondern nach Mitternacht endet. Und zum Abschluss findet jeder einen Schlafplatz in dem schönen viktorianischen Haus über den Dächern von Wellington.

Nach einem typisch neuseeländischen Frühstück – Toast, Marmelade, Peanutbutter, Vegemite und Müsli – verlassen wir wieder unter Tränen uns lieb gewonnene Menschen und Orte. Der Weg Richtung Norden führt uns an Waikanae - unserer ersten langen Station - vorbei. In dem Hospice Shop (Secondhand-Laden), in dem wir so manch Brauchbares erstanden haben, lassen wir eine Kiste mit überflüssigen Dingen zurück und erinnern uns gerne an unsere Erlebnisse in dieser Gegend. Über den Tongariro Nationalpark vorbei an mittlerweile vertrauten Stellen fahren wir nach Taupo, wo wir in einem Backpacker eine weitere Übernachtung einlegen. Da wir früher ankommen als gedacht, bummeln wir noch ein wenig am See entlang und beobachten wie ambitionierte Golfer versuchen eine Plattform auf dem See zu treffen und bei einem Hole-in-One 10.000 NZ$ zu kassieren. Die meisten Bälle landen im Wasser und gerade als wir uns fragen, ob es dort ein Bälle-Massengrab gibt, sehen wir ein Schild, dass Balltaucher gesucht werden. Natürlich mit dem Zusatz, dass es sich dabei um einen der abgefahrensten Jobs der Welt handelt;-)

Und dann haben wir schon Dienstag, unseren vorletzten Tag in Neuseeland. Rund 300 km bis Auckland liegen noch vor uns. Das Wetter Richtung Norden wird wieder besser und wärmer. Gegen 14 Uhr erreichen wir unsere letzte Übernachtungsstätte, die Skyway Backpacker Lodge. Nachdem wir unser Gepäck abgeladen haben, bewegen wir unseren treuen fahrbaren Untersatz zum letzten Ziel, seiner Heimatgarage. Doro und Darren von Kiwi Cruise Control erwarten uns schon. Nach einem kurzen Fahrzeugcheck erhalten wir wie vereinbart 50% des Kaufpreises zurück. Nachdem Doro und Darren ihre Arbeit beendet haben, gehen sie noch mit uns essen und fahren uns anschließend zu unserer Unterkunft. Auch von ihnen fällt uns der Abschied schwer. Doch da sie im Mai und Juni in Deutschland sein werden, versprechen sie, uns in Köln zu besuchen.

Die Nacht schlafen wir unruhig, obwohl die Unterkunft ruhig ist. Wie Filmfragmente ziehen einzelne Situationen aus dem halben Jahr an mir vorbei. Um 7:15 Uhr klingelt nicht etwa der Wecker sondern das Telefon, denn meine liebe Schwester wünscht uns einen guten Rückflug. Da uns der Backpacker Shuttle erst um 10 Uhr zum Flughafen fährt, genießen wir im Garten die letzten Sonnenstrahlen. Ich frage Horst, was uns in dem halben Jahr missfallen hat. Wir müssen lange überlegen und kommen am Ende zum Schluss, dass uns eigentlich nur der starke Neuseelanddollar bzw. schwache Euro, das mäßige Essen in Restaurants und natürlich Weihnachten ohne Weihnachtsmarkt und Glühwein ein wenig zu schaffen machten. Im Gegenzug fallen uns eine ganze Liste von Begebenheiten und Dingen ein, die uns sehr gut gefallen haben und die das halbe Jahr zu einem unvergesslichen Erlebnis machten. Davon haben wir in diesem Blog schon größtenteils berichtet. Ein Fazit werden wir im nächsten und wahrscheinlich letzten Bericht ziehen.

Obwohl das öffentliche Leben in der kleinen Nation am Ende der Welt fast stillsteht - die neuseeländische Cricket-Mannschaft hat es wider aller Erwartungen bis ins Endspiel gegen den Erzrivalen Australien geschafft und eine Cricket-WM ist hier vergleichbar mit einer Fußball-WM in Deutschland - läuft am Auckland Airport alles glatt. Das Einchecken unseres Gepäcks ergibt genau 61 kg, was der Dame am Schalter ein "well done" entlockt, und der Abflug unserer Singapore Airline Maschine ist pünktlich. Mit einem dicken Kloß im Hals und viel Wasser in den Augen vergehen die letzten Stunden am Flughafen. Jetzt sitzen wir in der Maschine, vertreiben uns die Zeit mit Bloggen und freuen uns natürlich auf unsere Lieben zu Hause in Deutschland.

Montag, 30. März 2015

Weinselig

Waimea Estates
Neuseeland hat in den letzten Jahren seine Position als Weinland stark ausgebaut, wenngleich ihr Anteil weniger als ein Prozent der weltweiten Weinmenge ausmacht. 255 Millionen Liter Wein werden hier jährlich produziert, Tendenz steigend. 70% davon gehen ins Ausland, doch die Mengen der kleinen Weingüter verbleiben in der jeweiligen Region und werden dort auch in den Supermärkten angeboten. So konnten wir etwa einen hervorragenden Riesling vom Weingut Ruby Bay – direkt um die Ecke unserer Unterkunft – im kleinen Einkaufsladen in Mapua erstehen und genießen. Einige Gegenden und Weingüter haben mittlerweile auch hochprämierte Weine im Sortiment. Am bekanntesten sind die Weingegenden Waiheke Island, Hawkes Bay, Bay of Plenty, Gisborne und Martinborough auf der Nordinsel sowie Marlborough, Canterbury, Otago und Nelson auf der Südinsel. Wobei einige Gebiete Schwerpunktweine haben, wie beispielsweise Pinot Noir aus Martinborough und Sauvignon Blanc aus Marlborough. Interessanterweise sind die neuseeländischen Weinbauern sehr mutig, was den Anbau von exotischen Reben und die Verblendung von Weinsorten betrifft. So findet man neben den Mainstream-Weinen wie Grauburgunder und Chardonnay selbst auf kleinen Anbaugebieten Riesling, Viognier, Gewürztraminer, Grünen Veltliner, Shiraz und viele andere Rebsorten. Rotweine sind noch wenig verbreitet und geschmacklich nur in den hohen Preisklassen ausgereift. Einen hervorragenden Rotwein, Trev’s Red (Syrah, Viognier, Cabernet Franc), haben wir im Waimea Estates in Richmond getrunken.

Neudorf Vineyards
Den Besuch meiner Schulfreundin Thea in unserer letzten Woche in unserer Unterkunft in der Ruby Bay inmitten vieler Weingüter haben wir u.a. dazu genutzt ein paar Weine zu verkosten. Angefangen haben wir mit einer Empfehlung, dem Weingut Neudorf in Upper Moutere. Vor über 35 Jahren haben die Neudorfs angefangen auf Farmland Wein anzubauen. Heute zählen die Weine zu den Besten in der Region um Nelson. Fährt man die Auffahrt zum Weingut entlang einer hohen Ecke öffnet sich am Ende ein idyllischer Platz der direkt zum Weintrinken einlädt. Und wer möchte kann auch gleich sein Picknick mitbringen und auf der Terrasse mit Blick über die Weinberge einen köstlichen Weißwein trinken. Wir verkosten lieber alle angebotenen Weine und entscheiden uns am Ende je eine Flasche Viognier und Chardonnay zu kaufen. Da der Sommer außergewöhnlich gut war, wird an diesem Tag - früher als sonst - mit der Weinlese begonnen und wir werden Zeuge wie die Erntefahrzeuge zwischen den Reben entlangfahren.


Nach dieser guten Erfahrung steuern wir noch ein weiteres außergewöhnliches Weingut in Upper Moutere an, Woollastan Estates. Hier hat ein Amerikaner kräftig investiert und neben einer natürlichen Reifeprozess-Anlage und einem architektonisch interessanten Glaspalast eine Galerie im Weinproberaum eingerichtet. Trotz der tollen Anlage kommt der Wein geschmacklich nicht an die Qualität der Neudorfschen Weine heran und so belassen wir es hier bei der Probe.

Kina Cliffs
Horst und ich waren im Rahmen einer Fahrradtour noch bei einem kleinen Weingut – Kina Cliffs - zur Probe. Vor zehn Jahren hat dieser junge Weinbauer erst begonnen und dafür waren die Weine schon erstaunlich gut. Wir erfahren hier, dass die kleinen Weinbauern nicht selber keltern, sondern sich anderer Keltereien bedienen. Dennoch haben sie eigene Keltermeister, die sie aus der ganzen Welt anheuern und gut bezahlen. Das erklärt wahrscheinlich die gute Qualität der Weine. 
Wir lassen die letzten Abende mit Thea bei den guten Weinen ausklingen. Am Freitagfrüh bringen wir sie zum Intercity Bus nach Nelson, von wo aus sie nach Christchurch fährt um ihren Heimflug anzutreten. Im Gepäck hat sie einen Koffer von uns, was uns die Versendung eines Pakets nach Deutschland erspart. Danke:-)

Am letzten Abend vor unserer Abfahrt zum Flughafen nach Auckland werden wir von unseren lieben Vermietern Gay und Derek noch zum Abendessen mit Nachbarn – Tom und Robin aus Colorado sowie Joyce und Geert aus Holland - eingeladen. Zu den vorab gereichten „Nibbles“, die wir dank des herrlichen Tages auf der Terrasse einnehmen, spendieren wir einen Trev’s Red. Und was bringen Tom und Robin mit? Ebenfalls einen Trev’s Red. Es scheint als hätten wir den gleichen (guten) Geschmack. Der Abend ist abwechslungsreich, weinselig und lustig und so vereinbaren wir beim Verabschieden auf jeden Fall in Kontakt zu bleiben und uns wiederzusehen, in der Ruby Bay oder in Köln auf ein weiteres Gläschen Wein.