Donnerstag, 23. Oktober 2014

Odd Birds - Schräge Vögel

Neuseeland ist dafür bekannt, dass es keinerlei wilden oder gefährlichen Tiere beheimatet - weshalb sich Horst hier auch ohne Stock und Gasspray in freier Wildbahn aufhält;-) Dafür gibt es hier einige seltene Vögel, die sonst nirgendwo auf der Welt zu finden sind.

Te Kaha - Kriegsschiff der NZ Navy
Das bekannteste Beispiel ist wohl der Kiwi, ein Laufvogel, benannt nach der gleichnamigen Frucht oder eher umgekehrt, da die Kiwifrucht einen ähnlichen Körper wie der Vogel hat. Übrigens werden auch die Neuseeländer Kiwis genannt. Das hat seinen Ursprung in einer Schuhcreme. Ein Schuhcreme-Produzent hat zur Zeit der ersten Weltkriegs seine neu entwickelte Paste Kiwi benannt, weil seine Frau die Vögel so liebte und die Dosen mit einem Kiwivogel gekennzeichnet. Diese geniale Marketing-Idee "The Kiwi Boot Polish Black" prägte sich schnell ein und die gute Paste wurde von neuseeländischen Soldaten in beiden Weltkriegen für Schuhe, Sättel und sonstige Lederwaren benutzt, weshalb sie von ihren amerikanischen und britischen Kollegen fortan den Namen Kiwi bekamen. Das hat sich durchgesetzt und führte zur Identifikation der Neuseeländer mit dem kleinen Vogel. Nicht nur die Royal New Zealand Air Force, sondern auch die Navy trägt den Kiwi als Hoheitszeichen auf ihren Flugzeugen und Schiffen.


Kakapo öffnet Reißverschluß
Den Kiwi in freier Wildbahn anzutreffen ist sehr schwierig, denn er ist erstens nachtaktiv, buddelt sich zweitens bis zu drei Meter in die Tiefe und ist drittens auf der Nord- und Südinsel so gut wie ausgestorben, da alle Arten von Nagern, wie etwa Oppossums, Marder, Ratten, die im Lauf der Besiedlung Neuseelands eingeschleppt wurden, die Eier fressen. Anzutreffen ist er in Naturreservaten, wie beispielsweise auf Kapiti Island, der Insel, die unserem derzeitigen Domizil vorgelagert ist, und die wir gestern besucht haben. Innerhalb von 100 Jahren hat man die Insel renaturiert und z.B. über 20.000 Opossums und 50.000 Ratten ausgerottet, sodass sich die ursprünglichen Vogelarten dort wieder ansiedeln können. Heute leben über 1.000 Kiwis und einige Takahe - ein ebenfalls flugunfähiger Vogel - auf der Insel, sowie Kakapos - überaus schlaue Papageien, die es auf Horstis Cookies abgesehen haben - Fantails, Bellbirds, Pukekos und viele andere uns unbekannte Vogelarten. Touren gibt es ab Paraparaumu zu buchen. Täglich dürfen nur 100 Personen auf die Insel. Eine Vorbuchung via Internet ist besonders im Sommer ratsam.

An der Flußmündung des Waikanae River, am Strand und an der Lagune - alles direkt an unserem Haus - haben wir uns von einem Führer bei einem zweistündigen Spaziergang die ansässigen Vogelarten erklären lassen. Neben verschiedenen Möwen- und Kormoranarten und Seeschwalben gibt es Wekas, Spoonbills, Oystercatcher, Wasservögel die nur im Wasser leben und nicht an Land laufen können, den Tui, einen wunderbaren Sänger der sich von Blütennektar ernährt, und viele mehr... und nicht zu vergessen: die Köln-Ente. Hier ein paar Schnappschüsse:

Pukeko
Royal Spoonbill

Oystercatcher

Shags - Kormorane
Tui kopfüber im Nektar
.. und noch ein schräger Vogel;-)
.

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Wellington von seiner schönsten Seite

Gestern sind wir mit dem Zug - Fahrtzeit genau eine Stunde - nach Wellington gefahren, um einen für Christiane bestellten Hoody - es ist doch dank des Windes kälter als gedacht - abzuholen. Bei uns an der Kapiti Coast war es noch wolkig, doch je näher wir Wellington kamen, desto sonniger wurde es und die Stadt zeigte sich von ihrer schönsten Seite. Deshalb gibt es in diesem Post ein paar mehr Bilder.


Vom Bahnhof aus führte uns ein Spaziergang am Quay entlang. An einem Dock lag ein Marineschiff der RNZN (Royal New Zealand Navy), die Te Kaha (Kraft, Stärke), das größte Schiff der neuseeländischen Navy-Flotte. Und sie lud zu einem kostenlosen Besuch an Bord ein. Das ließen wir uns natürlich nicht entgehen. Ganz erstaunlich, wie offen sie uns den Kontrollraum mit den Joysticks zum Abschuß der Waffen und den Steuerungsraum gezeigt und erklärt haben. Nur im Kontrollraum durften wir keine Fotos machen. Am Heck bestaunten wir dann noch die Waffen und einen Hubschrauber. Der Hubschrauberpilot war übrigens einige Monate in Dresden stationiert und seine Schwester wohnt in Düsseldorf und arbeitet bei EON;-)




Nachdem wir rund eine Stunde an Bord zugebracht hatten, sind wir weiter den Quay entlang geschlendert und haben gestaunt, wie viele Kiwis die Mittagspause für eine Joggingrunde oder sonstige sportliche Akivitäten nutzen. Das Leben in Wellington macht einen sehr entspannten Eindruck. Und wir ließen uns davon tragen.




Bei dem herrlichen Wetter entschloßen wir  uns auf den Mount Victoria (Bild links) zu laufen. Einer der vielen Berge, die direkt hinter der Innenstadt steil nach oben gehen. Viele Häuser hängen hier wie Schwalbennester am Hang und sind häufig nur zu Fuß zu erreichen. Schwere Sachen werden mit Transportlifts hochgefahren. Puh, war das steil. Ein paar ganz eifrige Sportler joggten doch tatsächlich an uns vorbei! Aber die Anstrengung hat sich gelohnt. Schaut selbst:



Zurück sind wir dann mit dem Bus gefahren, der just in dem Moment abfuhr, als wir uns fragten, ob wir zu Fuß oder mit dem Bus zurück in die Stadt wollten. Wenn das kein Zeichen war;-) Nachdem wir dann auch noch meinen Hoody geholt hatten, sind wir zufrieden und müde "nach Hause" gefahren.

Samstag, 11. Oktober 2014

WOW


Unter dem Motto "Alles, außer gewöhnlich" fällt auch die weltweit einzigartige Show WOW (World of Wearable Arts), die wir in dieser Woche in Wellington besucht haben. Über 200 selbstdesignte und gefertigte Kostüme von Designern aus der ganzen Welt werden in einer grandiosen zweieinhalbstündigen Show mit akrobatischen Elementen präsentiert. Wir waren so gefangen von der fantasievollen Präsentation, dass uns förmlich die Münder offen standen und eine Gänsehaut nach der anderen uns erschauern ließ. Leider durften wir keine Bilder machen. Ich habe heimlich doch ein paar mit dem Handy geschossen;-)


Einen der zahlreichen Awards in der Kategorie "Creative Excellence Section" hat übrigens eine Deutsche gewonnen! Was auf dem Bild so unscheinbar aussieht, entpuppte sich im wahrsten Sinne des Wortes beim Auswickeln in einen mit Luft gefüllten Schwanenkörper.



Was uns sonst noch in der vergangenen Woche aufgefallen ist:
Nach einer sehr stürmischen und kalten ersten Woche im "Beach House" haben wir nun seit 3 Tagen traumhaftes Wetter mit steigenden Temperaturen. Nach dem Sturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 km/h sind uns nun auch die Nachteile eines Strandhauses klargeworden. Die dünnen Fenster biegen sich förmlich nach innen, es ächzt und krächzt in der Nacht, die Fenster sind quasi immer mit einem Salzwasserschleier verhangen und das Sand weht durch jede Ritze. Wir haben es unseren Nachbarn Long John und Barbara gleichgetan und die Fenster mit dem Gartenschlauch einfach von außen abgespritzt. Dass die Fenster eher undicht sind, haben wir anschließend an den Wasserlachen im Inneren erkannt. So wurde dann auch gleich der Boden gesäubert;-)


Zweimal waren wir schon im 50 km entfernten Wellington zum Bummeln, einmal mit dem Auto und einmal mit dem Zug. Ich würde NZ als "Mode-Diaspora" bezeichnen. Stilberatung wäre hier dringend angesagt. Man schert hier nicht nur die Schafe, sondern sich auch nicht darum, wie man hier rumläuft. Die Geschäfte bieten allerdings - bis auf einige wenige - auch nicht wirklich schicke (in meinen Augen) Sachen an. Peter Alexander ist hier übrigens ein Label für Nachtwäsche;-)
Bei unserer Zugfahrt haben wir einen Schaffner erlebt, der sich seinen Job interessant gestaltet hat, indem er mit vielen Fahrgästen ein Gespräch angefangen hat. Die Kinder bekommen hier extra bunte Kindertickets. Und ein Fahrgast las in der Zeitschrift "The Backwoodsman", was übersetzt heißt "Der Hinterwäldler"!

Trotz der noch niedrigen Temperaturen (10 bis 15 Grad) laufen hier die meisten barfuß durch die Gegend. Vor allem Kinder scheinen sehr abgehärtet zu sein. Wir sahen schon welche im Meer baden, brrrrhhhh, während wir zwei Jacken und einen Schal anhatten. Lebensmitteleinkäufe gestalten sich nach wie vor als eine Herausforderung für uns. Wir sind zwar volle Regale und ein Überangebot an Waren aus Deutschland gewohnt, doch die Dimensionen von den "New Worlds", "Pak'n'Saves" und "Countdowns" erinnern eher an amerikanische Super-Duper-Märkte. Allein das Milchregal in unserem popeligen Countdown-Markt hier in Waikanae erfordert einen Führer. So dicht können Hinterwäldler und Großstadt beeinander liegen!

Jetzt machen wir uns auf den Weg zu einem dieser Riesenmärkte, um einen neuen Mixer zu kaufen. Unser Vermieter - wir haben uns gestern mit ihm in Wellington getroffen - hat uns beauftragt einen neuen zu kaufen, da der alte den Geist aufgegeben hat und wir neue Kiwimarmelade machen wollen. Seine Frau hat heute morgen noch angerufen und gesagt, wir sollen unbedingt einen schwarzen kaufen, da die weißen so schnell gelblich werden und eher besser zum schwarzen Kühlschrank passt
. Wir werden für den Kauf mal eine Stunde ansetzen;)

Samstag, 4. Oktober 2014

Einzug ins erste "Übergangsheim"

Am 01.10.2014 machten wir uns auf die 7-stündige Reise zu unserem ersten Übergangsheim in Waikanae Beach, rund 50 km nordwestlich von der Hauptstadt Wellington gelegen.

Die Fahrt führt schnell aus Auckland raus auf eine gut ausgebaute Landstraße. Schneller als 100 km/h darf man in ganz Neuseeland nicht fahren. Und so sind wir einigermaßen verwundert, dass wir neben den ganzen japanischen Marken auch auf Porsche, BMW und Jaguar treffen. Gibt es hier einen "Kiwi-Ring", auf dem sie ihre Flitzer mal ausfahren können? Wir werden das in Erfahrung bringen.


Das Fahren ist aufgrund der Geschwindigkeits-beschränkung und des wenigen Verkehrs entspannt. Nach einem monströsen Rührei-Frühstück in einem Café geht's hinter Hamilton ins Bergland. Das Wetter zeigt sich von seiner schönsten Seite und so sehen wir bald die schneebedeckten Gipfel des Mt Ruapehu - ein Vulkan, dem seit seinem letzten Ausbruch die Kuppe fehlt - und des Mt Tongariro. Und natürlich reiht sich hier eine Schaf- und Kuhweide an die nächste. Einige Autos kommen uns mit Skiern auf den Dächern entgegen. Außergewöhnlich, dass auf einem noch aktiven Vulkan eins der attraktivsten Skigebiete Neuseelands beheimatet ist.

Um 16:30 Uhr kommen wir dann dank guter Wegbeschreibung unseres Vermieters an unserem Traumhaus an. Es liegt auf einem Hügel hinter den Dünen mit Blick auf's Meer und 1 min. Fußweg zum Strand. Der Schlüssel ist in einer Box mit einem Zahlenschloß hinterlegt, die bei uns jeder kleine Gelegenheitsdieb im Handumdrehen geknackt hätte. Hier scheint das keinen zu interessieren.
Wir treten ein und fühlen uns auf Anhieb wohl. Beim näheren Hinsehen wird der Wohlfühleffekt allerdings getrübt: Die Wohnung ist zwar oberflächlich gesäubert, nur die gründliche Reinigung fehlte. So war beispielsweise der Topf, in dem wir unsere Nudeln kochen wollten, am Boden schwarz, im schönen Dachgebälk hingen die dicken Staubfäden ....

Aber wir haben ja reichlich Zeit die Behausung unseren Sauberkeitsansprüchen anzupassen;-) Nach dem Säubern der Töpfe, einem leckeren Nudel-Tomatensoße-Gericht und ausgepackten Koffern, sinken wir in unser Bett mit obligatorischer Heizdecke und Blick auf's Meer - wenn's nicht gerade dunkel ist;-)

Mittlerweile haben wir uns unserem (eher Christianes) Sauberkeitswahn hingegeben und der "fühl-sauwohl-Effekt" ist eingekehrt. Langer Strandspaziergang, im Ofen prasselt ein schönes Feuer, der Riesling von der Südinsel schmeckt super und der zweitägige Sturm ist heute zwar kaltem aber schönem Wetter gewichen.

Mit wirklich allem ausgestattet, entpuppt sich unser erstes Heim nicht nur als traumhaft gelegen, sondern auch als schönes Zuhause. Espressomaschine, Küchenmaschine, Mixer, Waschmaschine, Trockner, Spülmaschine, Fön.... Nur in den Bademantel gehüllt draußen auf der Terrasse den Kaffee schlürfen haut bei Temperaturen um 13 Grad noch nicht hin;-) Kommt bestimmt noch...

Freitag, 3. Oktober 2014

Alles, außer gewöhnlich

Unter dem Motto "Alles, außer gewöhnlich" stehen die Blogbeiträge, die wir aus Neuseeland posten. Doch zunächst einmal: Wir sind nach nur 23 Stunden Reisezeit gut angekommen und haben mittlerweile unser Traumhaus in Waikanae bezogen!

Am 29.09.2014 um 23:45 Uhr betraten wir am Flughafen in Auckland neuseeländischen Boden. Entlang der Gangway zur Passkontrolle und Gepäckabholung wird der Besucher direkt von blökenden Schafen und anderen landestypischen Geräuschen sowie wunderbaren Landschaftsaufnahmen begrüßt. Durch ein prächtig geschnitztes Maori-Tor geht's zur Passkontrolle. Das Immigration-Formular, welches wir bereits im Flieger ausgehändigt bekamen, wird zuvor noch einmal in Form von Aushängen in allen typischen Sprachen erklärt. Wie nett, dass hier auch an Menschen gedacht wird, die der englischen Sprache nicht so mächtig sind.

Sehr außergewöhnlich, vielleicht sogar einzigartig, ist die Bio-Security, die jeden Ankömmling auf Spuren von Lebensmitteln, Tieren oder Pflanzen durchleuchtet. Unübersehbare Schilder weisen einen daraufhin, dass etwa ein Apfel sofort in die dafür bereitgestellten Tonnen zu werfen ist. Ansonsten riskiert man ein Bussgeld von über 250 Euro. Hier wird also das Gepäck bei der Ankunft noch einmal durchleuchtet und anschließend schnüffelt ein Beagle mit seiner geschulten Spürnase daran. Sollte er selbst ein in einem Buch getrocknetes und vergessenes Blatt finden, bellt er nicht etwa, sondern setzt sich selbstsicher neben die entsprechende Tasche. Bei uns blieb der Hund auf allen Vieren stehen;-) Grund für diesen Aufwand ist das sensible ökologische Gleichgewicht auf den beiden Inseln, die viele endemische Pflanzen und Tiere beherbergen, zu erhalten. So gibt es hier beispielsweise keine Fruchtfliegen.

Unsere 60 kg Gepäck sind komplett angekommen und so warten wir, vom "Taxieinteiler" um Geduld gebeten, auf ein Auto mit entsprechendem Fassungsvermögen. Der Minibus-Fahrer ist schnell zu Stelle, hievt unsere Koffer hinten rein und vergisst, weil er uns die Seitentür schnell aufmachen wollte, die Heckklappe zu schließen. Und er fährt langsam los... Hinter uns wird erst gehupt und dann hören wir, wie jemand die Heckklappe einfach zuschmeißt:-)

Am Motel liegt der Schlüssel wie vereinbart unter der Matte und wir sinken nach einer heißen Dusche ins Bett, natürlich mit elektrischer Heizdecke auf der Matratze. Ein strahlender Sonnentag begrüßt uns zum Frühstück. So idyllisch, wie es auf dem Foto erscheint, war es allerdings nicht. Das Motel lag zwischen Bahnstrecke und viel befahrener Straße in einem Industriegebiet.

Nachdem Doro von Kiwi Cruise Control uns abgeholt hat, kaufen wir bei ihr und ihrem Mann Darren unser Auto und erledigen die Formalitäten. Jetzt wird's richtig außergewöhnlich: In Neuseeland bleibt das Kennzeichen einfach am Auto und es gibt auch keine Fahrzeugpapiere. Man füllt ein Formular aus, das man bei der Post bekommt, gibt es dort unter Vorlage der ID-Card ab und bezahlt dafür 9 NZD. Fertig! Die Steuer bezahlt man für flexible Zeiträume auch direkt am Postamt. Da Darren und Doro das Auto am 09. September für uns gekauft hatten, haben sie die Steuer für ein halbes Jahr bezahlt. Wir gehen dann am 08. März 2015 zur Post und bezahlen für die restliche Laufzeit noch einmal die Steuer. Die Versicherung wird im Internet abgeschlossen. Die WOF (Warranty of Fitness = TÜV) Plakette muss bei unserem Modell erst nach einem Jahr erneuert werden. Als stolze Autobesitzer von einem Toyota Estima mit rund 161.000 km und 8 Sitzen reiht sich Horst also in den Linksverkehr ein und macht ständig den Scheibenwischer an, wenn er blinken will;-) Bei Kiwi Cruise Control fahren wir dann am Ende unseres Aufenthalts wieder vor, um unser auf Dado getauftes Vehikel für die Hälfte des Kaufpreises wieder zu verkaufen.

Da der Zug quasi vor unserer Moteltür hält, fahren wir am Nachmittag nach Auckland City. Auf dem einzigen Bahnsteig stehen zwei Security Guards. Einer für jedes Gleis! Im Regionalzug gibt es neben einem Fahrkartenkontrolleur auch noch einen Schaffner und der Boden ist mit Teppich ausgelegt. Das alles erklärt vielleicht den Ticketpreis von 5,50 Euro für eine einfache Fahrt.

In Auckland begegnen uns ständig junge Menschen mit schwarzen Gewändern und Doktorhut. Sie haben ihr Bachelor- oder Master-Certificate im Arm und laufen damit stolz durch die Straßen. Mit ihren Familien sitzen sie in den Bars am Hafen und geniessen offensichtlich ihren Abschluß.

Wir genießen ebenfalls den ersten neuseeländischen Fisch und machen uns dann wieder auf die 45-minütige Rückfahrt ins Motel.