Dienstag, 25. November 2014

Sportlich

Nach einer Woche Rundreise über die Nordinsel melden wir uns heute mit dem nächsten Blogeintrag zurück. Näheres zur Rundreise werden wir nach und nach liefern, da die Erlebnisse aus dieser Woche allein ein Buch füllen würden.

Heute gibt es zunächst einen Überblick über die sportlichen Aktivitäten - des Landes und unserer:
Fangen wir mit unseren sportlichen Aktivitäten an, denn die sind überschaubarer. (Fast) Jeden Morgen gehen wir am Strand walken. Dank Ebbe, Flut und Wind sieht der Strand jedes Mal anders aus und hält meist eine Überraschung, wie etwa einen toten Kugelfisch, lustige Oystercatcher oder schöne Muscheln, bereit. Montags gehe ich zu einem sehr anspruchvollen Pilates-Kurs und ganze zweimal haben wir bereits den Golfschläger geschwungen. Ansonsten wandern wir häufig, mal kurze Strecken, mal längere. Was allerdings noch mehr Spaß macht, bei den eigenartigen Sportarten des Landes zuzuschauen.

So waren wir beispielsweise am 15. November im Stadion von Wellington, um uns mit 25.000 weiteren Besuchern ein Finale des Four Nations Cups im Rugby anzusehen. Die Kangaroos aus Australien standen den Kiwis aus Neuseeland gegenüber. Leider waren es nicht die überragenden "All Blacks", denn es gibt im Rugby scheinbar zwei internationale Ligen. Obwohl wir uns vorher die vereinfachten Regeln des Spiels im Internet angeschaut hatten, waren wir doch recht ahnungslos als wir unsere Plätze einnahmen. Nach einem Vorprogramm mit zwei Musikbands kamen die Mannschaften auf das Spielfeld, um sich aufzuwärmen. Schöne athletische Männerkörper machten vor unseren Augen interessante Dehn- und Aufwärmübungen, sodass uns schon beim Zuschauen warm wurde.
Es folgte der offizielle Einmarsch mit den Nationalhymnen - live gesungen von Tenören - und vor dem Anpfiff, der bekannte "Haka" (Kriegstanz der Maori) des Kiwi-Teams. Die ersten 10 Minuten vergingen und wir langweilten uns, weil wir das Spiel nicht verstanden. So nach und nach bekamen wir allerdings eine Idee davon und danach wurde es interessanter und spannender. Zur Halbzeit - nach 40 Minuten - waren wir so gefesselt von den Spielzügen, dass wir beschlossen bis zum Ende zu bleiben. "Go Kiwi"-Fahnen schwenkend bejubelten wir schließlich den 22:18 Endstand der Kiwis über die Kangaroos und fuhren mit stolz geschwellter Brust mit dem Zug "nach Hause".


Ein weiterer Volkssport, der sich uns noch so gar nicht erschlossen hat, ist Cricket. Es entspricht wohl in weiten Teilen dem American Baseball. Vielleicht lernen wir ja noch einen Spieler kennen, der uns in die Spielzüge einweiht.

Neuseeländer lieben alle Arten von Wassersport, wie etwa Surfen, Kiten, Angeln bzw. Fischen, Segeln, Kayaking, Rafting, Rudern, Stehpaddeln u.v.m. Hier ein paar Bilder dazu:


Die Senioren gehen bzw. fahren auf den Golfplatz, denn jeder noch so kleine Ort hat einen solchen, oder lieben es am Sonntag zu bowlen. Das entspricht nicht etwas unserer Kegelbahn, sondern ähnelt eher dem französischen Boule mit der Variante, dass die Bälle eine ovale Form haben - womit wir wieder beim Rugby sind;-)

In der Mittagspause sieht man in Wellington viele Menschen am Uferkai entlang joggen oder im Fitness-Studio. Radfahren, um einzukaufen oder einfach eine Strecke zwischen A und B zurückzulegen, macht hier keiner. Fahrrad fahren ist eine sportliche Aktivität! Dementsprechend findet man hier in Fahrradgeschäften entweder Rennräder oder Mountainbikes. Diese bittere Erfahrung mussten wir machen, als wir uns "Citybikes" ausleihen bzw. kaufen wollten, um von Waikanae Beach zum 6 km entfernten Einkaufszentrum oder Bahnhof zu kommen. Nun nehmen wir zwangsweise das Auto und machen dann eben Großeinkäufe oder verbinden den Einkauf mit Touren.

Last but not least sind natürlich noch die Extremsportarten zu erwähnen. Immerhin befinden wir uns in dem Land, in dem Bungee-Jumping erfunden wurde. Am Lake Taupo, dem größten See Neuseelands, waren wir Zeuge eines Bungee-Sprungs und staunten über das reichhaltige Angebot an Funsportarten jeglicher Art, wie z.B. Heli-Biking, Skydiving, Hochseilgarten, an den Klippen entlangschwingen, in einem mit Wasser gefüllten riesigen Ball den Hang hinunterrollen. Wir fühlten uns plötzlich schrecklich alt;-), stiegen ins Auto und fuhren zu einem beschaulichen kleinen Strand am See, genossen den Ausblick und picknickten. Hört sich doch auch sportlich an, oder?!


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