Posts

Folgen der Erdbeben in Christchurch und Kaikoura

Bild
Neuseeland verdankt seine wunderbare Natur unter anderem den gewaltigen Vulkanausbrüchen und Erdbeben vor vielen Millionen Jahren. Seine Lage auf der Grenze zwischen der Pazifischen Platte und der Australischen Platte verursacht auch in der Gegenwart immer wieder kleine und größere Erdbeben - laut Wikipedia 100 bis 150 spürbaren pro Jahr. Einen kleinen "Rums" von der Stärke 3,8 auf der Richterskala haben wir auf der Banks Peninsula gar nicht mitbekommen. Am 4. September 2010 und am 22. Februar 2011 erschütterten zwei schwere Erdbeben Christchurch, die vor allem die Innenstadt in Schutt und Asche legten. Am 14. November 2016 war das 180 km weiter nördlich gelegene Kaikoura der Ort eines weiteren schweren Bebens auf der Südinsel. Wir kennen mittlerweile viele Personen, die direkt oder indirekt von den Auswirkungen des Bebens in Christchurch betroffen waren und sind fasziniert, wie sie ihre persönlichen Geschichten meistern.

Unser letzter Besuch in Christchurch liegt vier Jahre…

Unsere kleine Farm - another cultural wwoofing experience

Bild
Mini Rosa in Rakaia, so lautet unsere nächste Anlaufstelle. Wir werden am 31. Januar bis 14 Uhr auf der kleinen Farm von der 70-jährigen Honey erwartet, um eine weitere kulturelle Wwoofing-Erfahrung zu sammeln. Das bedeutet, wir unterstützen Honey bei ihrer Arbeit auf der Farm und werden dafür von ihr verköstigt und bei ihr untergebracht.

Horst ist erstaunt, als er sich am Telefon von Honey die Wegbeschreibung geben lässt. Sie klingt so jung, sagt er. Und so wirkt sie auch, als sie uns in Empfang nimmt. Uns begegnet eine lebenslustige, herzliche, grauhaarige Dame, die durch die tägliche Arbeit an der frischen Luft eine gesunde Gesichtsfarbe hat. Die Unterkunft wirkt dagegen dürftig. Honey wohnt in einer umgebauten Schafscheune, die jedoch lange nicht den romantischen Touch unserer Scheunen hat. Auf dem bloßen Estrich liegen zusammengewürfelte Teppiche, der Wohnbereich ist zugleich Küche, die aus zusammengewürfelten Schränken und Kochgelegenheiten besteht. Ein Tisch ist nur mit den Ger…

SEENswürdigkeiten auf der Südinsel

Bild
Lake Hawea, Lake Wanaka, Blue Pools, Lake Wakatipu, Lake Te Anau, Lake Manapouri, Lake Pukaki und Lake Tekapo - in nur 5 Tagen haben wir all diese Seen auf der Südinsel passiert, bestaunt und einige bewandert. Am Lake Manapouri und am Lake Tekapo konnten wir direkt am Seeufer übernachten. Ein Ausblick ist schöner als der andere und so haben wir uns in den vergangenen Tagen an Seen satt gesehen. Hier stellen wir ein paar Highlights vor.

Blue Pools Auf dem Weg von der West Coast nach Queenstown - in Haast biegt man ins Landesinnere ab - kommt man zunächst an den Blue Pools vorbei. Am Parkplatz verrät uns ein Schild, dass die Blue Pools in rund 30 Minuten zu Fuß zu erreichen sind. Das ist das schöne an den Highways in Neuseeland, am Wegesrand laden immer wieder Schilder zu Fotostopps oder kurzen und längeren Wanderungen ein. Horst hat Probleme mit seiner Hüfte, weshalb ich allein losstapfe. Naja, allein bin ich nicht wirklich, denn ca. 50 weitere Touristen sind ebenfalls an diesem Fotost…

Begegnungen in Hokitika

Bild
Kurz hinter Westport trifft der State Highway 6 auf die West Coast. Rund 420 km führt er an der wild zerklüfteten Küste, die man jedoch nicht immer sieht, entlang bis nach Haast. Wir wollen in Punakaiki übernachten, wo auch die berühmten Pancake Rocks, über die ich in diesem Beitrag berichte, zu bestaunen sind. Kaum steigen wir aus dem Auto, weht uns der rauhe und kühle Wind der West Coast um die Ohren. Im Vergleich zur Golden Bay, wo wir gerade herkommen, ist das ein Temperatursturz um 10 Grad, der mich sofort in eine lange Hose schlüpfen lässt.

Im Punakaiki Beach Hostel finden wir eine außergewöhnliche Übernachtungsmöglichkeit. Vor dem Hostel steht einer der ersten umgebauten Campervans, gemütlich mit Bad, kleiner Küchenzeile und einem Hochbett mit Blick aufs Meer ausgestattet. Mit 130 NZ$ (umgerechnet ca. 78 Euro) liegt der Preis deutlich über unseren durchschnittlichen Übernachtungskosten, doch dieser Spaß ist es uns wert. Zur Belohnung verziehen sich auch noch die Wolken und die …

Golden Bay und Swingbridge

Bild
Um an die Golden Bay, die ihrem Namen mit den herrlichen Stränden und dem sonnigen Wetter alle Ehre macht - obwohl sie ihren Namen des Goldes wegen trägt, welches hier einst zu finden war -, muss man den 790 m hohen Takaka Hill überwinden. Es ist zugleich der einzige Zugang mit dem Auto. Rund 20 km windet sich die enge Serpentinenstraße von Riwaka aus hinauf auf den Gipfel mit dunklen Marmorfelsen und einigen Höhlen, in denen neben tollen Tropfsteinen auch Moa-Gebeine zu finden sind. Anschließend geht es rund 25 km steil bergab ins Tal des Takaka River und in das gleichnamige Städtchen. Die Golden Bay wird im Süden vom Abel Tasman Nationalpark und im Nordwesten vom Kahurangi National Park eingerahmt. Letzterer ist nur per Pedes in einer Mehrtagestour zu durchqueren. Über die Golden Bay haben wir 2015 bereits berichtet, deshalb beschränken wir uns hier auf neue Erlebnisse.



In Pohara finden wir einen schönen Campingplatz am Strand, auf dem wir zwei Nächte verbringen. Mitleidig betrachte…

Happy Prince und weitere Geschichten aus Nelson und Umgebung

Bild
Urlaub vom Urlaub – so können wir die letzten zwei Wochen hier in der Ruby Bay bei Gay und Derek Ball beschreiben. Im kleinen Apartement der beiden haben wir 2015 rund drei Monate verbracht. Christiane hütete im Juli und August 2016 das Haus und die Katze, während Gay und Derek ihren Sohn in England besuchten. Die Gegend, die Nachbarschaft und die Räumlichkeiten sind uns also bestens vertraut, weswegen es sich hier, wie ein zu Hause anfühlt. Wir wissen sofort, wo wir welche Lebensmittel günstig einkaufen, an welchem Strand wir herrlich baden können und welche Orte wir noch einmal aufsuchen wollen.

Nachdem wir Anfang Januar die Fähre in Picton – dem Hafen auf der Südinsel – verlassen haben, fahren wir entlang der kurvigen Küstenstraße durch die herrlichen Marlborough Sounds nach Nelson. Die Sonne strahlt vom Himmel, für neuseeländische Verhältnisse ist es mit 30 Grad ein sehr heißer Tag. In Nelson genießen wir den Blick auf die vorgelagerte Boulder Bank, auf den Hafen und auf den schie…

Tief im Osten, wo die Sonne aufgeht

Bild
Ein frohes neues Jahr senden wir Euch, auf das wir hier am anderen Ende der Welt schon 12 Stunden vor Euch angestoßen haben. Genauer gesagt, saßen wir um Punkt Mitternacht neuseeländischer Zeit in einem Auto. Unsere Wwoofing Gastgeber Mike und Marija fuhren mit uns nach einem köstlichen Dinner zu einem Hügel, von wo aus man den Skytower Aucklands sehen kann. Von dessen Spitze wurde ein Feuerwerk gezündet, welches wir aus 50 km Entfernung zu sehen hofften. Doch wir fuhren zu spät los und kamen erst kurz nach Mitternacht dort an. Und das Feuerwerk sahen wir an einer ganz anderen Stelle😉 Übrigens ist es in Neuseeland absolut verboten, ein privates Feuerwerk zu zünden, was uns sehr gut gefällt! Der Sekt, den wir beigesteuert hatten, entpuppte sich als edler Traubensaft mit Kohlensäure 😂. Gut, dass nach der Rückkehr zum Haus, Marija noch einen richtigen Sekt kalt gestellt hatte.


Am 1. Januar haben wir uns mit den besten gegenseitigen Wünschen von Marija und Mike verabschiedet, um uns au…